Homeoffice Checkliste: Alles, was du brauchst

HModernes Homeoffice mit Schreibtisch, Monitor und ergonomischer Ausstattung

Du richtest dein Homeoffice ein und fragst dich, was du wirklich brauchst? Diese Checkliste zeigt dir alle wichtigen Komponenten – von der Grundausstattung bis zum ergonomischen Feinschliff. Mit konkreten Empfehlungen und Links zu unseren Vergleichen.

Die komplette Homeoffice Checkliste

Hier die Übersicht aller Komponenten, sortiert nach Priorität. Hake ab, was du bereits hast – und schau dir unsere Vergleiche an für das, was noch fehlt.

✅ Grundausstattung (Must-have)

Schreibtisch – idealerweise höhenverstellbar für den Wechsel zwischen Sitzen und Stehen
Bürostuhl – ein ergonomischer Bürostuhl mit Lordosenstütze und verstellbaren Armlehnen
Monitor – mindestens 24 Zoll, auf Augenhöhe positioniert
Tastatur & Maus – extern, nicht das Laptop-Keyboard
Internetverbindung – stabil, idealerweise per LAN-Kabel
Beleuchtung – ausreichend Tageslicht, keine Blendung am Monitor

⬆️ Ergonomie-Upgrades (Empfohlen)

Monitorarm – für die perfekte Bildschirmhöhe und mehr Platz auf dem Schreibtisch
Ergonomische Maus – Vertikalmaus oder Trackball gegen Mausarm
Ergonomische Tastatur – geteiltes Layout für gerade Handgelenke
Laptopständer – wenn du am Notebook arbeitest, für die richtige Höhe
Fußstütze – wenn deine Füße nicht flach auf dem Boden stehen
Handballenauflage – für komfortables Tippen ohne Druckstellen

🎯 Nice-to-have

Zweiter Monitor – steigert die Produktivität erheblich (richtig aufstellen)
Webcam – für Videokonferenzen in guter Qualität
Headset – mit Mikrofon für Calls und Fokusarbeit
Schreibtischlampe – für zusätzliches Licht bei Dunkelheit
Kabelmangement – Kabelkanal oder Kabelbox für Ordnung
Pflanzen – verbessern das Raumklima und die Atmosphäre


1. Der Schreibtisch

Der Schreibtisch ist das Fundament deines Homeoffice. Die wichtigsten Kriterien:

Größe: Mindestens 120 x 60 cm, besser 140 x 70 cm oder größer. Du brauchst Platz für Monitor, Tastatur, Maus und Notizen.

Höhe: Die Tischplatte sollte auf Ellbogenhöhe sein, wenn du sitzt – bei den meisten Menschen zwischen 68 und 76 cm. Ein höhenverstellbarer Schreibtisch löst dieses Problem elegant und ermöglicht zusätzlich das Arbeiten im Stehen.

Stabilität: Der Tisch sollte nicht wackeln, auch nicht bei schnellem Tippen. Besonders bei höhenverstellbaren Modellen ist die Stabilität in Stehhöhe wichtig.

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2. Der Bürostuhl

Auf keinem anderen Möbelstück verbringst du mehr Zeit. Ein guter Bürostuhl ist keine Luxusausgabe, sondern eine Investition in deine Gesundheit.

Muss haben: Höhenverstellung, Lordosenstütze (Lendenwirbelstütze), verstellbare Armlehnen, atmungsaktives Material.

Gut zu haben: Verstellbare Sitztiefe, Kopfstütze, Wippmechanik, verstellbare Lordosenstütze.

Budget: Plane mindestens 200-300 € ein. Billige Stühle rächen sich durch Rückenschmerzen und kurze Lebensdauer. Hochwertige Modelle halten 10+ Jahre.

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3. Monitor & Positionierung

Der Monitor sollte groß genug sein, um ohne Augenbelastung zu arbeiten, und richtig positioniert, um Nackenprobleme zu vermeiden.

Größe: Mindestens 24 Zoll für Office-Arbeit, 27 Zoll für mehr Komfort. Bei Dual-Monitor-Setups können auch zwei 24-Zöller sinnvoll sein.

Position: Oberkante des Monitors auf Augenhöhe oder leicht darunter. Abstand: Eine Armlänge (50-70 cm). Direkt vor dir, nicht seitlich.

Monitorarm: Ein Monitorarm ermöglicht die perfekte Positionierung und schafft Platz auf dem Schreibtisch. Besonders sinnvoll bei höhenverstellbaren Schreibtischen, da der Monitor beim Wechsel in Stehhöhe mitkommt.

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4. Tastatur & Maus

Wer am Laptop arbeitet, sollte unbedingt eine externe Tastatur und Maus nutzen. Das eingebaute Keyboard zwingt in eine ungünstige Haltung – der Blick geht nach unten, der Nacken wird belastet.

Ergonomische Tastatur: Geteilte Layouts halten die Handgelenke gerade und beugen RSI vor. Die Logitech ERGO K860 ist unser Favorit.

Ergonomische Maus: Eine Vertikalmaus bringt den Unterarm in eine natürliche Position. Wer bereits Beschwerden hat, sollte über einen Trackball nachdenken.

Handballenauflage: Eine Handballenauflage stützt die Handgelenke in Tipp-Pausen und verhindert Druckstellen auf der Tischkante.

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5. Laptop-Setup

Wenn du am Laptop arbeitest, gibt es zwei Möglichkeiten:

Option A – Laptop als Zweitmonitor: Externer Monitor als Hauptbildschirm, Laptop daneben als Ergänzung. Der Laptop steht auf einem Laptopständer, damit beide Bildschirme auf gleicher Höhe sind.

Option B – Nur Laptop: Laptop auf einen Ständer stellen, um ihn auf Augenhöhe zu bringen. Dann ist eine externe Tastatur und Maus Pflicht – sonst müsstest du mit erhobenen Armen tippen.

In beiden Fällen gilt: Das Laptop-Display sollte nie unterhalb der Augenhöhe sein. Das führt unweigerlich zu Nackenverspannungen.

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6. Fußstütze

Brauchst du eine Fußstütze? Der einfache Test: Sitze aufrecht auf deinem Stuhl, Oberschenkel parallel zum Boden. Stehen deine Füße flach auf dem Boden? Falls nicht – oder wenn du zwischen den Stuhlhöhen „schwebst“ – hilft eine Fußstütze.

Besonders sinnvoll ist eine Fußstütze für kleinere Menschen oder wenn der Schreibtisch nicht tief genug einstellbar ist. Modelle mit Wippfunktion fördern zusätzlich die Durchblutung.

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7. Beleuchtung

Gute Beleuchtung verhindert Augenbelastung und Kopfschmerzen. Die wichtigsten Regeln:

Tageslicht nutzen: Positioniere den Schreibtisch so, dass Tageslicht von der Seite kommt – nicht von vorne (blendet) und nicht von hinten (Reflexionen am Monitor).

Indirekte Beleuchtung: Eine Deckenlampe sorgt für Grundhelligkeit. Direktes Licht auf den Monitor vermeiden.

Schreibtischlampe: Für zusätzliches Licht bei Dunkelheit. LED-Lampen mit einstellbarer Farbtemperatur sind ideal – warmes Licht abends, neutrales Licht tagsüber.

8. Konnektivität

Nichts ist frustrierender als eine instabile Internetverbindung während eines wichtigen Calls.

LAN-Kabel: Wenn möglich, verbinde deinen Rechner per Ethernet-Kabel mit dem Router. Stabiler und schneller als WLAN.

WLAN optimieren: Falls LAN nicht möglich: Router-Position optimieren, WLAN-Repeater nutzen, oder auf Mesh-Systeme umsteigen.

Docking-Station: Für Laptop-Nutzer sinnvoll – ein Kabel zum Anschließen, und alle Peripherie-Geräte sind verbunden.

9. So richtest du alles ein

Die beste Ausstattung bringt nichts, wenn sie falsch eingestellt ist. Hier die Kurzversion:

Stuhl einstellen: Sitzhöhe so, dass Oberschenkel parallel zum Boden sind. Rückenlehne stützt den unteren Rücken. Armlehnen auf Ellbogenhöhe.

Schreibtisch einstellen: Tischplatte auf Ellbogenhöhe. Unterarme liegen locker auf, Schultern sind entspannt.

Monitor positionieren: Oberkante auf Augenhöhe. Abstand: Eine Armlänge. Kein seitliches Drehen des Kopfes nötig.

Tastatur & Maus: Direkt vor dir, nah am Körper. Handgelenke gerade, nicht abgeknickt.

Für eine detaillierte Anleitung mit Bildern und Maßen, schau dir unseren Ratgeber an:

👉 Ergonomischer Arbeitsplatz einrichten – Die komplette Anleitung
👉 Richtig sitzen am Schreibtisch

10. Budget-Planung

Was kostet ein gut ausgestattetes Homeoffice? Hier eine realistische Einschätzung:

Minimal-Setup (ca. 400-600 €):
Einfacher Schreibtisch (100 €), Budget-Bürostuhl (150-200 €), Monitor 24″ (150-200 €), Tastatur & Maus Set (50 €)

Ergonomisches Setup (ca. 1.000-1.500 €):
Höhenverstellbarer Schreibtisch (400-600 €), ergonomischer Bürostuhl (300-500 €), Monitor 27″ (250-350 €), ergonomische Maus (70 €), ergonomische Tastatur (100 €), Monitorarm (50-100 €)

Premium-Setup (ca. 2.000-3.000 €):
Premium-Stehtisch (700-1.000 €), Premium-Bürostuhl (500-1.000 €), Dual-Monitor-Setup (500-700 €), komplette ergonomische Peripherie (300-400 €)

Tipp: Investiere zuerst in Stuhl und Schreibtisch – hier verbringst du die meiste Zeit. Ergonomische Peripherie kann später nachgerüstet werden.

Häufig gestellte Fragen

Was brauche ich mindestens fürs Homeoffice?

Das absolute Minimum: Ein Schreibtisch, ein Stuhl, ein Computer und eine stabile Internetverbindung. Für längeres Arbeiten empfehlen wir zusätzlich einen externen Monitor und eine externe Tastatur/Maus.

Lohnt sich ein höhenverstellbarer Schreibtisch?

Ja, für die meisten Menschen. Der Wechsel zwischen Sitzen und Stehen entlastet den Rücken, fördert die Durchblutung und steigert oft die Konzentration. Die Mehrkosten gegenüber einem normalen Schreibtisch amortisieren sich durch weniger Rückenbeschwerden.

Kann ich Homeoffice-Ausstattung steuerlich absetzen?

In Deutschland können Arbeitnehmer Arbeitsmittel wie Schreibtisch, Stuhl und Computer als Werbungskosten absetzen, wenn sie beruflich genutzt werden. Bei gemischter Nutzung (beruflich und privat) ist eine anteilige Absetzung möglich. Frag im Zweifel deinen Steuerberater.

Wie groß sollte mein Homeoffice-Raum sein?

Für einen Schreibtischarbeitsplatz reichen 6-8 m². Wichtiger als die Größe ist die Einrichtung: ausreichend Licht, gute Belüftung, und möglichst wenig Ablenkung. Ein separater Raum ist ideal, aber eine ruhige Ecke funktioniert auch.

Brauche ich wirklich ergonomische Maus und Tastatur?

Nicht zwingend – aber empfehlenswert, wenn du mehr als 4 Stunden täglich am Computer arbeitest. Ergonomische Eingabegeräte beugen RSI und Sehnenscheidenentzündung vor. Wenn du bereits Beschwerden hast, sind sie fast Pflicht.

Fazit

Ein gut eingerichtetes Homeoffice ist kein Luxus – es ist die Grundlage für produktives und gesundes Arbeiten. Die wichtigsten Investitionen: ein höhenverstellbarer Schreibtisch und ein ergonomischer Bürostuhl. Alles andere kann nach und nach ergänzt werden.

Nutze diese Checkliste als Ausgangspunkt und arbeite dich Schritt für Schritt vor. Dein Rücken wird es dir danken.

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